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Korrosionsschutzplan/Spritzplan

Leon96

Hat viel zu sagen
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B
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6 Gang
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Moin,

hat von euch zufälligerweise jemand einen Korrosionsspritzplan für den B? :)

Ich hab noch ein paar Liter Fluid Film von meinen anderen Autos übrig.
Mal ein paar Liter NAS in den Hohlräumen zu versenken und den Unterboden mal mit Liquid A vorzubehandeln bevor man dann im Sommer mal mit Seilfett o.ä nacharbeitet kann ja sicherlich nicht schaden.

Aber die ganzen modernen Karren haben ja so viele Hohlräume und/oder Spritzöffnungen, dass man ohne systematisches vorgehen garantiert irgendwelche davon übersehen oder vergessen wird. Oder Öffnungen trifft wo man besser nix gesprüht hätte (z.b sehr beliebt Airbagsensorik/Elektrik)

Danke :)
 
Da nix kam kann ich auch nicht viel besonderes beitragen.
Außer:

Wenn ihr die Schweller konserviert und dafür eine Hohlraumsonde benutzt, dann nutzt keine Schwelleröffnung in der Nähe der B-Säule. Sondern weiter vorne und weiter hinten. Und achtet darauf, dass ihr beim Reinschieben der Hohlraumsonde nicht versehentlich in der B-Säule landet. Das kann durchaus passieren und Fett hat in der Nähe des Gurtes und Gurtstraffers absolut nix verloren.

Ansonsten ist das eigentlich relativ einfach. Alle Hohlräume sind prinzipiell gut zugänglich.
Für die Hohlräume am Längsträger nahe der Abgasanlage muss man ggf. das Hitzeschutzblech auf beiden Seiten ein kleines Stück hochbiegen (zumindest beim Diesel) damit man in den Hohlraum kommt und diesen nicht übersieht. Das kann sonst passieren da dieser Hohlraum sich nicht "offensichtlich" stark vom Unterboden abhebt.

Und wo vorne die Längsträger hochgehen rüber über das Radhaus bis nach vorne zur Crashstruktur dort muss man gerade auf der Beifahrerseite zumindest beim Diesel schauen, dass man die dort einzige verfügbare Öffnung im Träger auch findet (Mittig relativ weit oben) und diesen Bereich nicht vergisst. Auf der Fahrerseite kommt man vorn auch an die untere Öffnung dran und braucht wiederum die mittige Öffnung nicht wenn die Sonde lang genug ist.
Vom Unterboden aus kommt man nicht mit der Sonde in den Träger rein obwohl es vom Nebel her einen Durchgang zu geben scheint.

Ansonsten wichtig:
Die vorderen Achsaufnahmen nicht vergessen. Das scheint mir mit die problematischte Roststelle beim Zafira B zu sein weil das bei Durchrostung nur aufwändig zu schweißen ist.
Die Stelle zu kontrollieren und zu konservieren würde ich JEDEM Empfehlen.
AUCH wenn das Auto vielleicht erst 10 Jahre alt ist. Da gibt es Blechüberlappungen und der Dreck sammelt sich dort und damit auch Feuchtigkeit.
Das ist ja einfach erledigt, z.b beim Reifenwechsel.

Ansonsten gibt es abseits der bekannten Problematik mit den scheuernden Türdichtungen/Einstiegsleisten ja keine signifikanten Probleme.

Die Radhausschalen habe ich jedoch nicht ausgebaut um dort nachzusehen.
Sondern eher nach Minimalprinzip gearbeitet.
(Ich habe im November 23 erstmalig konserviert und jetzt gerade vor ein paar Tagen das gute Wetter genutzt um nachzuarbeiten.)

Im Gegensatz zu VW scheint Opel dort aber nicht unbedingt riesige Komposthaufen zu züchten die dann zu gravierenden Rostproblemen führen.
Wo sich Kompost sammelt ist am Einstieg vorne in Richtung Kotflügel. Das sollte man vorher mit dem Staubsauger mal ordentlich sauber machen und dann gut einfetten.
Je nach Modelljahr kann es notwendig sein die Einstiegsleiste/Dichtung dafür 1x zu demontieren.
Dort hat es bei mir auf beiden Seiten gerostet.

*
Eine Info. Die Serienmäßigen Schwellerstopfen gehen durch das Fluid-Film innerhalb von 2-4 Jahren kaputt.
Wenn man irgendwann nachkonserviert muss man neue Schwellerstopfen bestellen. Da tuen es auch Universalstopfen von irgendwo. Die Originalen sind jedenfalls zu teuer.

Auch sollte man in den Einstiegsleisten kein Fluid-Film verwenden weil die Einstiegsleistendichtung davon kaputt geht bzw. sich wellt. In Türen würde ich daher auch kein Fluid Film nutzen und auch in der Heckklappe nicht.
Wenn man diese konservieren möchte wird man nicht drumherum kommen die Türpappen und Verkleidungen auszubauen und Wachs zu benutzen. Den Aufwand habe ich mir aber gespart.

Das Auto ist kein Kunstwerk sondern optisch sowieso in katastrophalem Zustand.
Ich verhindere lediglich mit überschaubarem Aufwand dass das Auto irgendwann den Rosttod stirbt.
Und auch wenn die Türunterkanten zu Korrosion neigen je nach Baujahr, so dauert es ja seine Zeit bis so eine Tür dann auch wirklich mal durchrostet.
 
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